Die Kartoffelvielfalt ist gerettet!
Die im Mai 2009 gestartete Kampagne "Vielfalt für alle" war erfolgreich. Bundespräsidentin Leuthard hat mit ihrer Unterschrift im Juni 2010 die neue, angepasste Saat- und Pflanzgutverordnung in Kraft gesetzt. Der Kampf hat sich gelohnt!
Herzlichen Dank all jenen, die uns mit ihrer Unterschrift unterstützt haben.
Per 1. Juli 2010 dürfen die Bauern so genannte
Nischensorten anbauen und den Konsumenten eine vielfältige Palette an
Gemüsesorten anbieten. Die folgenden beiden Punkten sind gemäss den Forderungen von ProSpecieRara nun in der Verordnung verankert:
1.
Der Amateurbereich wird aus der Verordnung ausgelassen. Dieser
Bereich umfasst alles gehandelte Saatgut, welches in Kleinportionen
(Samentüten) für den privaten Gebrauch verkauft wird. Dieser Bereich
soll gegenüber der heutigen Praxis keine Änderung erfahren.
2.
Für den professionellen Sektor wird der neue Bereich der
„Nischensorten“ geschaffen. Unter Nischensorten fallen wie bisher die
Lokal- und Landsorten und es kommen, wie von ProSpecieRara gewünscht,
die Gruppen der „alten Sorten“ und „sonstigen Sorten“ hinzu. „Alte
Sorten“ sind Sorten, die vor mindestens zwei Jahren aus dem offiziellen
Sortenkatalog gefallen sind und daher offiziell nicht mehr gehandelt
werden.
„Sonstige Sorten“ können Sorten sein, die so alt sind, dass sie nie
auf einem offiziellen Sortenkatalog standen und dennoch überall in
Europa seit langer Zeit auf Märkten gehandelt wurden und immer noch
werden. Das BLW geht sogar noch weiter und eröffnet mit dieser Gruppe
auch Züchtern von Neuzüchtungen, die die strengen Aufnahmebedingungen in
einen offiziellen Katalog nicht schaffen, die Möglichkeit, Ihre neue
Kreation in einem Nischenmarkt zu vertreiben. Dies unter der Bedingung,
dass die Neuzüchtung interessante, neue Eigenschaften mit sich bringt.
Mit dieser neuen Regelung leistet das
Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement einen Beitrag zur Erhaltung
der Biodiversität der Nutzpflanzen.
ProSpecieRara und ihre Partner freuen sich, dass
mit dieser Verordnung eine praktikable Lösung gefunden worden ist –
eine Lösung, welche die Erhaltungsarbeit nicht unnötig erschwert.
Weitere Hintergrundinformationen zur Kampagne...
|
|
Kartoffelvielfalt gerettet!
Mit ihrer Unterschrift hat Bundespräsidentin Doris Leuthard die neue Saat- und Pflanzgutverordnung unterzeichnet. Per 1. Juli 2010 dürfen die Bauern so genannte Nischensorten anbauen und den Konsumenten eine vielfältige Palette an Gemüsesorten anbieten.
|
|
|
|
|
Welche Sorten könnten bereits im nächsten Jahr verschwunden sein?
|
|
|
|